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„Super-Blau-Blutmond“: Alle Infos zur Mondfinsternis im Januar 2018

Im Jahr 2018 sind von der Erde aus zwei totale Mondfinsternisse zu sehen - die erste ist heute Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Wir haben alle Infos zum sogenannten „Super-Blau-Blutmond“.

Update vom 22. Mai 2018: Das nächste Astro-Phänomen steht an. Im Juli kann man auch in Deutschland eine totale Mondfinsternis beobachten. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Blutmond im Juli 2018. Die folgende partielle Sonnenfinsternis ist hingegen nicht in Mitteleuropa zu sehen.

München - Eine seltene „Super-Blau-Blutmond-Finsternis“ wird Mond-Fans Ende Januar in ihren Bann ziehen. NasaTV zeigt das Phänomen in einem Live-Stream (Link unten). Allerdings bleibt sie den Himmelsguckern in Deutschland verborgen. Denn wenn der Mond hierzulande aufgeht, ist die Finsternis bereits weitestgehend vorbei.

Mehr zum Thema: Totale Mondfinsternis 2018 in Frankfurt: So seht ihr den Blutmond am 27. Juli

Dagegen können die Menschen in Teilen Asiens und Australiens sowie der Westhälfte Nordamerikas das Phänomen des sogenannten Roten Monds oder Blutmonds sehen. Dort kommt der Mond der Erde nämlich nicht nur besonders nahe (Supermond), sondern es gibt auch eine sogenannte Blutmondfinsternis.

Im Vorfeld der Eklipse machte auch die Bezeichnung „Super-Blauer-Blutmond“ die Runde. Dahinter steckt eine Kombination des Mofi-Blutmonds (Mofi ist die Kurzform von Mondfinsternis, Anm. d. Red.) mit den Begriffen Supermond und Blauer Mond. Diese beiden Bezeichnungen sind allerdings nicht für Wissenschaftler von Bedeutung, sondern höchstens für Statistiker.

Supermond wird ein Vollmond genannt, bei dem der Erdtrabant unserem Planeten sehr nahe steht - dies ist am Mittwoch, 31. Januar 2018, der Fall. Der Vollmond ist dann bis zu 14 Prozent größer und rund 30 Prozent heller als andere Vollmonde. Mit dem bloßen Auge können ungeübte Beobachter den Unterschied aber kaum wahrnehmen. Auch fehlt beim Blick zum Himmel der Vergleich zu anderen Vollmonden.

Die Bezeichnung Blauer Mond (englisch „Blue Moon“) bürgerte sich ein für den gelegentlich auftretenden zweiten Vollmond binnen einem Monat. In der Tat ist der Vollmond am Mittwoch der zweite in diesem Januar. Mit der Farbe des Monds hat der „Blue Moon“ aber nichts zu tun.

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Mondfinsternis im Januar 2018: Woher stammt die Bezeichnung „Blutmond“?

Die Bezeichnung Blutmond stammt von dem kupferroten Licht, in dem der Mond bei einer totalen Mondfinsternis (Mofi) leuchtet.

Mondfinsternis im Januar 2018: Wie entsteht der „Super-Blau-Blutmond“?

Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond - der Vollmond taucht also in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft. Dadurch entsteht das sanfte, dunkelrote Licht.

„Super-Blau-Blutmond“ im Januar 2018: Wann kann man die Mondfinsternis am Himmel sehen?

In der Nacht zum 31. Januar 2018 kann man den sogenannten „Super-Blau-Blutmond“ bestaunen. Die maximal mögliche Dauer einer totalen Mondfinsternis beträgt jedoch nur etwa 106 Minuten.

„Super-Blau-Blutmond“ im Januar 2018: Wo und wie kann man die Mondfinsternis sehen?

Der „Super-Blau-Blutmond“ am 31. Januar 2018 ist leider nicht in Deutschland zu sehen. Mehr Glück haben hingegen die Menschen in Asien, Australien und der Westhälfte Nordamerikas.

Wann ist die nächste Mondfinsternis im Jahr 2018?

Die zweite totale Mondfinsternis des Jahres findet am 27. Juli 2018 statt und wird auch von Deutschland aus zu beobachten sein. Denn diese Finsternis ist in Europa, Asien und Afrika zu sehen.

Löst der Vollmond Erdbeben aus? Das sagen Forscher

Der Bann des Vollmonds ist geringer als immer wieder gerne behauptet wird. Das erklärten Wissenschaftler vom US-Amt für Bodenforschung in Pasadena (Kalifornien). Obwohl sich hartnäckig der Volksmythos halte, dass Mondphasen, Gezeiten oder auch Sonnenflecken bei der Entstehung von Erdbeben eine Rolle spielen, sei der Einfluss - bestenfalls - minimal. „Es gibt keinerlei Hinweise, dass das Vorkommen starker Erdbeben signifikant von der Position der Erde im Verhältnis zum Mond oder zur Sonne beeinflusst wird“, schreibt die Geologin Susan Hough in den Seismological Research Letters. Nur für die schwächeren Beben fand sich ein geringfügiger Einfluss.

Hough hatte dazu 204 Erdbeben aus dem globalen Erbebenkatalog untersucht, die eine Stärke von mindestens acht auf der Richter-Skala hatten und bis ins 17. Jahrhundert zurückreichten. Sie ordnete die Beben den Mondphasen zu und fand einige Erdbebencluster an bestimmten Tagen. Im statistischen Vergleich stellte sie aber fest, dass ähnliche Muster entstanden, wenn sie die Daten der Erdbeben völlig willkürlich anordnete. „Das ist wie eine Münze zu werfen - manchmal hat man eben fünfmal Kopf in Folge.“

Nichtsdestotrotz verursachten der Mond und die Sonne je nach Stellung einen gewissen Stress im Erdinneren, der einen minimalen Einfluss bei der Entstehung von Erdbeben haben könne, fügt Hough hinzu. Vorhergehende Studien, die diesen Effekt vorsichtig beschrieben hätten, seien in Berichten aber aufgebauscht worden. Der Einfluss sei so klein, dass sich daraus keine Konsequenzen für die Vorhersage von Erdbeben ergäben.

So sieht es auch Frederik Tilmann vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam. Der Seismologe hält die Studie für solide aufgebaut und überzeugend. Zwar ließen sich Modulationseffekte von bis zu fünf Prozent nicht ausschließen. Aber: „Der Effekt, sollte er denn real sein, ist einfach zu gering, um irgendwie zu rechtfertigen, vorbereitende spezifische Maßnahmen zu treffen.“

Himmelsphänomene: Sternschnuppen 2017

Neben den Mondfinsternissen freuen sich Himmelsgucker regelmäßig auch über Sternschnuppen. So waren beispielsweise erst vor wenigen Wochen im Dezember 2017 die Ursiden sowie Geminiden am Himmel zu sehen.

AFP/dpa/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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