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Nächster Hitze-Hammer kommt: Norden knackt erneut die 30-Grad-Marke

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Von: Christian Einfeldt

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Nach einer kurzen Abkühlung kommt die nächste Hitzewelle. Im Norden steigen die Temperaturen auf über 30 Grad – das birgt auch Gefahren.

Hamburg – Im Sommer 2022 folgt einer Hitzewelle der nächsten. Rekord-Temperaturen wechseln sich mit der großen Abkühlung ab – für Klimaforscher stellt zum Beispiel das Hamburger Wetter ein „unverkennbares Zeichen für den Klimawandel“ dar. Wetter-Prognosen für Norddeutschland bestätigen: Auch im August bleibt es unbeständig. Zuletzt waren die Werte im Sommer 2022 weit entfernt von den Temperaturen, die Hamburg zuletzt einen Temperatur-Rekord brachten – doch wirft man einen Blick auf die Wetteraussichten, dann verblasst die Einschätzung auch schon wieder.

Denn: Im Norden wird es wieder so richtig warm, die nächste Hitzewelle naht – 30 bis 35 Grad sind möglich. Dazu kaum Wolken, kein Regen– das sorgt auch für Gefahren. Unter anderem in der Landwirtschaft.

Nächste Hitzewelle im Norden: Nächste Woche wieder bis zu 32 Grad möglich

Viel Sonnenschein, dabei blauer Himmel und kaum Regen, bis es sich inmitten eines Gewitters entlädt und die große Abkühlung kommt. Ob in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen oder Niedersachsen: Das norddeutsche Sommerwetter kennt dieses Jahr keine Konstanz. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach für Bremen und Niedersachsen zuletzt erst extreme Temperaturen aus – eine Hitzewarnung, die in Hamburg wenig später zur Folge hatte, dass es nach einem Blitzeinschlag zu einem Dachstuhlbrand kam.

Ein Thermometer in der Sonne und eine Sonnenbrille im Gras.
Nächste Hitzewelle im Anmarsch: Im Norden klettert das Thermometer wieder in die Höhe. © Christian Ohde/imago

Die darauffolgenden Tage sollte es merklich kälter werden – bis einschließlich Sonntag, 7. August. Doch die Hitzerekorde in Deutschland, die von den Unwettern abgelöst wurden, könnten bald schon wieder in Gefahr geraten. Denn die Frage, wann die nächste Hitzewelle kommt, lässt sich leicht beantworten: Sie steht schon vor der Tür. Denn nach dem 9. August 2022 heißt es wieder: 25 bis 32 Grad. In Küstennähe kann es nach Berichten des Redaktionsnetzwerks Deutschlands (RND) noch etwas kühler sein. Dennoch sind sich die Experten sicher: Der nächste Hitze-Hammer kommt – und damit ist nach der letzten Hitzewelle vor der nächsten Hitzewelle.

Wetter-Prognosen für Norddeutschland: Auf Abkühlung folgt die nächste Hitzewelle

Konkret heißt das: Erst ein Sonnen-Wolken-Mix, dann nur noch Sonne. Diese Vorfreude schürt etwa das Online-Portal wetter.de für die Hansestadt Hamburg. Und auch in Bremen und Niedersachsen – dort legte üngst ein Unwetter den Bahn-Verkehr lahm und vor allem in Rotenburg sorgte das Unwetter für Schäden – wird es nicht groß anders sein. Schon gegen Mitte der Woche, spätestens aber an ihrem Ende schraubt die nächste Hitzewelle die Temperaturen in Richtung 30-Grad-Marke und darüber hinaus.. Dass die Sommerhitze, die eine Hitzewelle nach der anderen mitbringt, dieses Jahr längst kein einmaliges Phänomen ist, zeigten die vergangenen Wochen eindrucksvoll.

Mit eben jener letzten Hitzewelle kamen mehr und mehr auch Sorgen auf: erhöhter Blutdruck bei Hitze, Übelkeit bei Hitze, Schwindel bei Hitze, Kopfschmerzen wegen Hitze, Kreislaufprobleme bei Hitze – die Liste der Beschwerden, unter denen die Menschen in der Hitzewelle litten, ist lang. Tipps, wie die Wohnung kühl bleibt und insbesondere, wie man in der Rekordhitze in Deutschland bei der Hitzewelle kühlen Kopf bewahrt und die Gesundheit nicht gefährdet, wurden mancherorts tagtäglich gegoogelt. Auch interessant in der Hitzewelle: Haben Arbeitnehmer bei Hitze im Büro ein Recht auf hitzefrei?

Extremhitze bleibt: Mitte August bis zu 34 Grad – Regenknappheit gefährdet Landwirtschaft

Nachdem die letzte Hitzewelle teilweise 40 Grad brachte und Hitzewarnungen in Deutschland die Folge waren, sagen wetter.com und wetter.de nun erneut ansteigende Temperaturen voraus. Für Hamburg, Niedersachsen und Bremen. In Hamburg zum Beispiel soll sich die Temperatur laut wetter.com von anfangs 24 über 26 und 28 Grad bis zum nächsten Wochenende auf 28 Grad erhöhen. Das Portal wetter.de schätzt die Hitze sogar noch intensiver ein. Demzufolge könnte es in Hamburg am 13. und 14. August bis zu 30 oder 31 Grad warm werden. Regenwahrscheinlichkeit? Nicht vorhanden – außer am Donnerstag, 11. August.

Dann beträgt die Wahrscheinlichkeit auf Regen in ganz Norddeutschland immerhin um die 35 Prozent.Die darauffolgende Woche, ab Montag, 15. August, soll laut wetter.de zunächst noch mit 32 Grad starten, bevor die 30-Grad-Marke allmählich verlassen und es wieder kühler wird. Für Niedersachsen und Bremen macht der Deutsche Wetterdienst ähnliche Vorhersagen. Vielen könnte das erneute Hochdruckgebiet inmitten der Sommerferien entgegenkommen – für die Landwirtschaft aber wird die Extremhitze jedoch zum Problem. Es fehlt der Regen. Und angesichts dessen, dass etwa am 22. August wieder 34 Grad erwartet werden, macht der August dahingehend wenig Hoffnung auf Besserung.

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