Alm-Abtrieb

Rasende Kuh rennt mehrere Menschen bei Fest um - Veranstalter drohen Konsequenzen

Nach einem Unfall mit einer Kuh und mehreren Verletzten bei einem Alm-Abtrieb in Glottertal bei Freiburg muss der Veranstalter mit juristischen Folgen rechnen.

Glottertal - Der 47-Jährige habe sich der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht, teilte die Polizei am Mittwoch zum Abschluss ihrer Ermittlungen mit. Über das weitere Vorgehen entscheide nun die Staatsanwaltschaft.

Bei dem von einem örtlichen Metzger veranstalteten Alm-Abtrieb Ende September 2017 war eine Kuh in einem Festzelt in Panik geraten und losgerannt. Sie hatte mehrere Besucher mitgerissen. Nach monatelangen Ermittlungen seien zehn Opfer identifiziert worden, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Senioren habe es besonders schwer getroffen: Ein 79 Jahre alter Mann und eine 67-jährige Frau müssten sich langfristigen Reha-Maßnahmen unterziehen - der 79-Jährige sei seit dem Unglück auf einen Rollator angewiesen.

Das Fest mit rund 100 Kühen und mehreren tausend Besuchern war nach dem Unglück weitergegangen. Der Metzger hatte sich später öffentlich entschuldigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.