War zu sechs Jahren verurteilt

Strafgefangener missbraucht Frau bei Ausgang und bringt sich um

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Symbolbild

Bei 50 Ausgängen gab es keine Beanstandungen: Beim 51. missbraucht ein Gefangener in Delmenhorst eine Frau. Anschließend bringt sich der Mann um.

Delmenhorst/Lingen - Ein Strafgefangener hat bei einem begleiteten Ausgang eine Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Lingen missbraucht und sich anschließend getötet. Die Frau sei in medizinischer und psychologischer Behandlung, teilte das niedersächsische Justizministerium am Dienstag mit. Zu näheren Einzelheiten der Tat am Montag in Delmenhorst äußerte sich die Behörde nicht.

Der 27-Jährige deutsche Staatsbürger war wegen sexueller Nötigung in Spanien zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden und seit 2014 in deutscher Haft gewesen. Ansonsten war er nicht vorbestraft. Im Mai 2015 wurde er in das Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter aufgenommen. Dabei absolvierte er bis Februar diesen Jahres alle erforderlichen Behandlungsschritte, bei 50 begleiteten Ausgängen gab es keine Beanstandungen. Im August 2018 hätte er seine Strafe abgesessen.

Über Lockerungen im Vollzug wie begleitete Ausgänge werde in der JVA entschieden, hieß es aus dem Ministerium. Dabei habe die Sicherheit der Mitarbeiter des Justizvollzugs sowie der Bevölkerung oberste Priorität.

Der Vorgang werde untersucht, bisher seien aber keine Regelverstöße oder fachliche Fehler vonseiten des Strafvollzugs zu erkennen. Die betroffenen Mitarbeiter der JVA Lingen werden vom Kriseninterventionsteam des niedersächsischen Justizvollzugs betreut. Die Einrichtung bietet Hilfe nach besonders belastenden beruflichen Ereignissen an.

dpa

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