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Mehr als 20.000 Kinder aus der Ukraine an bayerischen Schulen - „Tief beeindruckt“

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Von: Katarina Amtmann

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Schulen unterrichten geflüchtete Kinder aus der Ukraine
Ein T-Shirt mit einem Herz, umrahmt von den ukrainischen Farben hängt im Klassenraum einer Willkommensklasse an einem Gymnasium. © Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mehr als 20.000 Kinder aus der Ukraine gehen mittlerweile in Bayern zur Schule. Kultusminister Piazolo freut sich über die Solidarität und das Engagement.

München - Über 20.000 Kinder aus der Ukraine gehen inzwischen in Bayern zur Schule. Dafür sind rund 1000 pädagogische Willkommensgruppen eingerichtet worden, wie das Kultusministerium am Freitag in München mitteilte.

Ukraine-Flüchtlinge in Bayern: „Tief beeindruckt von der Solidarität“

„Ich bin nach wie vor tief beeindruckt von der Solidarität und dem außergewöhnlichen Engagement in unserer bayerischen Schulfamilie“, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Ukraine-Flüchtlinge in Bayern: über 20.000 Kinder in Willkommensklassen

Mehr als 2.500 sogenannte Willkommenskräfte arbeiten aktuell in den Willkommensgruppen, um die geflüchteten Schüler zu betreuen. 900 von ihnen sprechen nach Ministeriumsangaben Ukrainisch. „Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen viele weitere geflüchtete Kinder und Jugendliche an unseren Schulen aufnehmen. Für unsere Willkommensgruppen benötigen wir auch weiterhin engagiertes Personal“, so Piazolo weiter.

Die Solidarität mit der Ukraine im Krieg mit Russland ist groß. Viele Menschen wollen helfen - auch in Bayern. Welche Möglichkeiten es gibt, lesen Sie bei uns.

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Vor rund einem Monat waren rund 10.000 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine an den bayerischen Schulen registriert, Ende April dann 15.000.

Städtetag: Bayern soll weiter für Unterbringung Geflüchteter zahlen

Bayerns Städte wollen ab Juni nicht für einen Teil der Kosten zur Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen zahlen müssen - auch wenn sie nach einem entsprechenden Beschluss des Bundeskabinetts rechtlich dazu verpflichtet wären. Stattdessen solle der Freistaat „den kommunalen Anteil an den Kosten der Unterkunft, also Miete und Heizung, für Geflüchtete übernehmen“, forderte der Vorsitzende des Städtetags, Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr, am Mittwoch in München. Städte und Landkreise dürften bei den Kosten zur Unterbringung „nicht im Stich gelassen werden“.

Hintergrund ist ein Beschluss des Bundeskabinetts, dass Geflüchtete aus der Ukraine ab Juni Grundsicherung erhalten können. Was Sozialleistungen angeht, würden sie dann nicht mehr wie Asylsuchende, sondern wie Arbeitssuchende behandelt. In diesem Fall müssten nach Angaben des Städtetags kreisfreie Städte und Landkreise eigentlich etwa ein Drittel der Kosten für Unterkunft und Heizung zahlen.

Ein „Rückzug“ des Staates bei der Finanzierung „würde die Kommunen überfordern“, warnte Pannermayr. Bisher habe es eine Kostenerstattung durch den Freistaat gegeben. Dieses System zur Unterbringung müsse aufrechterhalten werden, forderte Pannermayr. Das müsse für dezentrale Unterkünfte und Gemeinschaftsunterkünfte gelten. (kam/dpa)

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