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Ukraine-Geflüchtete in Bayern: Söder-Regierung nimmt Städten große Sorge - Hilfsbereitschaft groß

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Von: Katarina Amtmann

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Die Ukraine-Flüchtlinge stellen die Städte vor Herausforderungen. Bayern nimmt nun viel Geld in die Hand, wie Söder und Herrmann ankündigten. Alle News im Ticker.

Update vom 18. März, 8.15 Uhr: Zahlreiche Ukraine-Flüchtlinge kommen weiter in Bayern an, so auch am Donnerstagabend in Bamberg. Viele Mütter mit ihren Kindern sind nun in Sicherheit. Trotz der Umstände sieht man auf den Gesichtern der Kinder auch ein Lächeln.*

Update vom 17. März, 13.37 Uhr: Die Integration der geflüchteten Kinder aus der Ukraine wird nach Ansicht von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf eine große Herausforderung. Einerseits sei da die Sprachbarriere, andererseits müssten aber auch die Plätze zur Verfügung stehen, sagte die CSU-Politikerin am Donnerstag in Nürnberg. „Wir wollen hier stufenweise vorgehen.“ Erst einmal solle Kinderbetreuung da angeboten werden, so sich die Menschen aufhielten. Später solle sukzessive die Eingliederung in die Kitas folgen. Die Kosten dafür seien noch nicht absehbar.

Viele ukrainische Geflüchtete äußerten Scharf zufolge den Wunsch, schnell in Deutschland arbeiten zu können. Das zeigten auch die vielen Anfragen beim Hilfetelefon des Ministerium, bei dem innerhalb kurzer Zeit rund 5000 Anrufe eingegangen seien. Ein Zugang zum Arbeitsmarkt sei theoretisch sofort möglich. Eine Berufserlaubnis für bestimmte Tätigkeiten hänge aber davon ab, ob die Menschen die Qualifikation nachweisen könnten. Dabei helfen laut Scharf die fünf Koordinierungs- und Beratungsstellen für Berufsanerkennung in Bayern weiter, wo es Mitarbeitende gebe, die auch Ukrainisch und Russisch sprechen.

Ukraine-Flüchtlinge in Bayern: Söder-Regierung nimmt Städten große Sorge - Hilfsbereitschaft groß

Update vom 17. März, 10.14 Uhr: Bayern kündigte gestern an, die Kommunen mit viel Geld unterstützen zu wollen. Kosten, die ihnen durch die Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen entstehen, werden zu 100 Prozent erstattet. Die Solidarität bleibt derweil ungebrochen. So startet der 1. FC Nürnberg weitere Hilfsaktionen und zeigt seinen Fans zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten auf. Auch ein Franke will helfen und nimmt eine Flüchtlingsfamilie auf, der Mann berichtet von einer „herzzereißenden“ Frage des dreijährigen Jungen aus der Ukraine.*

Update vom 16. März, 14.02 Uhr: Bayern stellt für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine bis zu eine Milliarde Euro bereit. Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch nach einer Videoschalte mit den Landräten und Oberbürgermeistern an. Die Kommunen bekommen die Kosten, die ihnen für die Unterbringung entstehen, zu 100 Prozent erstattet, versicherte Herrmann. Gleichzeitig fordert die Staatsregierung vom Bund, die Kosten zu übernehmen. Man hoffe dann auf entsprechende Erstattungen.

13.54 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

Ukraine: Hilfe für Kriegs-Flüchtlinge in Bayern

13.45 Uhr: Was ist mit privaten Unterkünften? Es gebe verschiedene Varianten, so Herrmann. Viele stellen ein Zimmer ihrer Wohnung kostenlos zur Verfügung. Das sei „sehr freundlich.“ Zweite Möglichkeit sei, dass jemand ein freies Apartment der Stadt zur Anmietung zur Verfügung stelle, dabei werde ein Vertrag geschlossen. Es gebe auch Flüchtlinge, die sich selbst ein Zimmer mieten würden. Es gebe eine Vielzahl von Möglichkeiten.

Ukraine-Hilfe: „Alles was die Städte jetzt ausgeben, wird ihnen zu 100 Prozent vom Freistaat Bayern erstattet“

13.42 Uhr: Joachim Herrmann spricht von einem „sehr konstruktiven Gespräch“. Bayerns Innenminister versichert: „Alles was die Städte und Kreise jetzt ausgeben, wird ihnen zu 100 Prozent vom Freistaat Bayern erstattet“. Einen Teil davon wolle man sich vom Bund wiederholen, das sei aber kein Risiko der Kommunen.

Zur Registrierung: Wer noch nicht an der Grenze registriert ist, muss dann im Land (am Hauptbahnhof oder an der Unterkunft) zeitnah registriert werden, erklärt Herrmann.

Ukraine-Geflüchtete in Bayern: Söder berichtet von „großer Motivation zu helfen“

13.36 Uhr: Nun geht es los. Markus Söder hat das Wort. „Wir hatten eine sehr intensive Diskussion“, berichtet er über das Gespräch mit Landräten und OBs. Es gebe eine „große Motivation zu helfen.“ Die Hauptlast liege bei den Kommunen vor Ort. „Wir stehen zur gemeinschaftlichen Verpflichtung in dieser schwierigen Situation zu helfen.“ Bis zu eine Milliarde werde „in einem ersten Schritt“ bereitgestellt. 55.000 Menschen sind bisher nach Bayern gekommen. Wichtig sei eine geordnete Registrierung und Verteilung innerhalb des Freistaats, viele Menschen würden in den Großstädten ankommen. Eine Registrierung durch den Bund an den Grenzen wäre aber noch besser.

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen sei besonders wichtig, Kitaplätze werden beispielsweise ausgebaut. Ziel sei eine schnell Integration. In Schulen wolle man „Willkommensklassen“ machen. Entscheidend: Alle die aus der Ukraine kommen und eine berufliche Qualifikation haben (beispielsweise als Lehrer/Erzieher) - das will der Freistaat nutzen.

Die Ankerzentren „brauchen wir an dieser Stelle ganz dringend“, sagt Söder. Auch die Kostenübernahme sei wichtig. Bayern könne die Kosten der Kommune vorausstrecken, aber „etliche Bundesländer sind nicht in der Lage das finanziell zu schultern.“ Weiter sagt der CSU-Chef: „Ernste Zeiten brauchen ernsthafte Konzepte“.

13.34 Uhr: Das Statement nach Beratungen mit Landräten und Oberbürgermeistern zur Unterbringung der Geflüchteten in Bayern scheint sich zu verzögern. Bald sollte es aber losgehen.

Ukraine-Geflüchtete in Bayern - Söder-Statement nach Beratungen angekündigt

Erstmeldung vom 16. März, 13.15 Uhr: München - Der Ukraine-Konflikt* ist vor fast drei Wochen zu einem Krieg eskaliert. Seit Anfang März haben bereits rund 45.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge in Bayern Schutz gesucht.* Das teilte das Innenministerium in München am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Erfasst seien darin alle Registrierungen bis zum Sonntagabend. Deutschlandweit wurden bisher knapp 150.000 ukrainische Flüchtlinge registriert.

Ukraine-Krieg - Bayern: Registrierung der Ukraine-Flüchtlinge wichtig für Verteilung

Bayern drängt den Bund derweil weiter auf eine umfassende Registrierung der in Deutschland angekommenen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Die Registrierung durch die Bundespolizei an den Grenzen sei schon deshalb wichtig, weil sonst eine „vernünftige Verteilung“ der Menschen auf die Bundesländer dem Zufall überlassen bleibe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Herrmann betonte aber, dass es inzwischen in der Frage beim Bund offenbar Bewegung zu geben scheine.

Bayern sei bereit, seinen Beitrag zu leisten, damit den Menschen hierzulande eine gute humanitäre Unterbringung ermöglicht werden könne. „Wir tun alles, um zu helfen“, sagte Herrmann. Gleichwohl sei dies schon aufgrund der schieren Zahl an Flüchtlingen eine große Herausforderung. Bayern werde sich weiter vorbereiten, um bestmöglich Menschen aufnehmen zu können.

Söder und Herrmann beraten sich mit Landräten und OBs - Statement angekündigt

Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann haben sich mit Landräten und Oberbürgermeistern zur Unterbringung der Geflüchteten in Bayern beraten. Gegen 13.30 Uhr geben die beiden Politiker ein Statement ab, dieses können Sie live hier verfolgen. (kam/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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