Halbzeit in der Metal-Hochburg

Wacken-Polizei mit skurrilen Einsätzen: Rehe und ein besonders dummer Kiffer

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Ein Foto vom Wacken Open Air 2017.

Was manchen Festival-Besuchern die Laune verdirbt, gehört beim Wacken-Festival dazu. Stören ließen sich die 75.000 Heavy-Metal- und Hardrock-Fans davon jedenfalls nicht. Für die Polizei gab‘s ungewöhnliche Einsätze.

Wacken - Eigentlich war es nur ein kurzer Regenschauer, der über dem Festivals niederging. Doch er reichte, um Teile des Geländes in große Matschpfützen zu verwandeln. 

Die Besucher störte das wenig. Für viele der Fans sind Regen, Schlamm und Matsch aber auch ein fester Bestandteil von Wacken, das in seiner 28. Auflage zum zwölften Mal in Folge ausverkauft ist. Etwa 75.000 Heavy-Metal- und Hardrock-Fans sind für das Event in die 1800-Seelen-Gemeinde Wacken gepilgert. 

Einen Einsatz der eher untypischen Art hatten die Einsatzkräfte gegen 13.50 Uhr zu bewältigen. Sie mussten ihre Fähigkeiten als Jäger beweisen, denn zu einem der Campingplätze hatten sich drei vierbeinige Gäste Zutritt verschafft. Wie das Rehwild auf das eingezäunte Gelände gelangt war, ist unklar. Leider schafften die Tiere es jedoch nicht, auf demselben Weg, auf dem sie gekommen waren, wieder in die Freiheit zurück zu gelangen. Zu ihrer Rettung mussten Zäune geöffnet werden - um 14.45 Uhr stoben die Vierbeiner schließlich selig über ein Feld davon. Einen 26-jährigen Franzosen erwischte ein Security-Mitarbeiter am Nachmittag bei einer Einlasskontrolle mit Marihuana. Der Mann hatte die Drogen recht offensichtlich in einem Behältnis an seinem Gürtel befestigt. Er musste die Betäubungsmittel der Polizei übergeben und wird sich nun wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.

Wacken 2017: Die besten Bilder der Fans und Bands

Mehr getankt als zulässig

Damit nicht genug: Es waren auch wieder unzählige betrunkene Fahrer unterwegs. Wegen Gefährdung des Straßenverkehrs mit anschließender Verkehrsunfallflucht muss sich ein 52-jähriger Ukrainer verantworten. Er saß mit 1,33 Promille am Steuer eines Sprinters und wurde in einen Verkehrsunfall verwickelt. Er flüchtete - eine Polizeistreife konnte ihn aber nach Hinweisen eines Zeugen stoppen. Noch dreister war ein Belgier, der mit 2,38 Promille auf dem Weg in ein Hotel war. Um nach dem Weg zu fragen, suchte er sich ausgerechnet ein Security-Mann einer Sicherheitsfirma aus. Dem Wachposten fiel schnell auf, wie betrunken der Belgier war und rief die Polizei. Die behielten sofort die Fahrzeugschlüssel ein, seinen Führerschein musste der Belgier abgeben - kein schöner Start ins neue Lebensjahr, der Belgier hatte gerade seinen 46. Geburtstag gefeiert, so die Polizei

Es waren nicht die ersten ungewöhnlichen Einsätze 2017: Ein Betrunkener musste ohne Gepäck abreisen. Vier Metalheads bastelten eine Splitterbombe. Ein Besucher beschwerte sich über zu laute Musik. Ein Jugendlicher landete in einer Spezialklinik, und bei einem Benzinunfall gab es drei Verletzte.

Bergfest beim „Wacken Open Air“ mit Marilyn Manson

Zur Halbzeit des Metal-Spektakels „Wacken Open Air“ heizen am Freitagabend unter anderem Apocalyptica, Turbonegro und Marilyn Manson den Zuschauern ein. Etwa 75 000 Heavy-Metal- und Hardrock-Fans sind für das Event in die 1800-Seelen-Gemeinde Wacken gepilgert. Die Eröffnung am Donnerstag war teils von heftigem Regen begleitet.

nm

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