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Nach Bahn-Sabotage: Verfassungsfeindliches Motiv? Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

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Von: Victoria Krumbeck, Christoph Gschoßmann

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Nach dem Bahnchaos am Samstag (08. Oktober) ermittelt der Generalbundesanwalt wegen der Sabotage. Der News-Ticker.  

Update vom 13. Oktober, 17.16 Uhr: Nach der folgenschweren Bahn-Sabotage am Wochenende hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wegen möglicher verfassungsfeindlicher Sabotage habe die Behörde in Karlsruhe am Donnerstag ein Verfahren gegen unbekannt eingeleitet, sagte ein Sprecher. Zuvor hatte der Spiegel darüber berichtet.

Update vom 13. Oktober, 14.41 Uhr: Der Sabotage-Angriff auf das Kommunikationssystem der Deutschen Bahn befeuert die Diskussionen um den Schutz der kritischen Infrastruktur in Deutschland. Manche Experten haben Zweifel, ob diese teils staatlich, teils privat betriebenen Einrichtungen in Deutschland ausreichend geschützt sind. Der Konzern will den Aufsichtsrat auf einer Sondersitzung am Freitag über den Vorfall informieren und auch wie es generell um den Schutz der kritischen Infrastruktur bei der Bahn bestellt ist, hieß es aus Aufsichtskreisen am Dienstag.

„Staatlich gesteuerte Sabotage“ auf Bahn denkbar: Ermittler finden DNA-Spuren

Update vom 12. Oktober, 16.59 Uhr: Es gestaltet sich schwierig, die Ermittlungen nach den mutmaßlichen Anschlägen auf Kabel der Deutschen Bahn durchzuführen - auch, weil Bahn-Mitarbeiter diese entscheidend behindert haben könnten. Nach Informationen des Spiegels haben Mitarbeiter der Bahn bereits vor dem Eintreffen der Beamten im Berliner Ortstteil Neu-Hohenschönhausen damit begonnen, die Schäden zu reparieren. Dabei wurden womöglich wichtige Spuren zerstört.

Immerhin konnten die Polizisten DNA-Material sicherstellen, doch es sei derzeit noch unklar, ob dies von den Tätern oder den Arbeitern stammt. Die Polizei stufte die Beschädigungen als „Sabotageakt“ ein.

„Staatlich gesteuerte Sabotage“ auf Bahn denkbar: Staatsschutz sieht „politisch motivierte Tat“

Update vom 11. Oktober, 7.00 Uhr: Nach der gezielten Sabotage am Kabelnetzwerk der Deutschen Bahn hat Terrorismus-Experte Peter Neumann vor großen Sicherheitslücken beim Schutz der kritischen Infrastruktur in Deutschland gewarnt. Es sei vor allem ein Problem, dass 80 Prozent der kritischen Infrastruktur in Deutschland nicht in staatlichen, sondern in privaten Händen lägen, sagte Neumann der Augsburger Allgemeinen.

Schutzmaßnahmen seien dabei oft wirtschaftlich nicht lukrativ genug. „Für eine sicherere Infrastruktur braucht es daher eine bessere Partnerschaft zwischen Staat und privaten Akteuren“, sagte er.

„Knotenpunkte, an denen alles zusammenläuft und an denen man mit relativ wenig Aufwand sehr viel lahmlegen kann, müssen geschützt werden“, betonte Neumann. Hier hinke der Schutz der physischen Infrastruktur inzwischen dem Cyberbereich hinterher, weil es dort in der Vergangenheit mehr Angriffe gegeben habe. Die Bahnsabotage sei erst dadurch möglich geworden, dass etwa in den Bereichen Verkehr und Energie hierzulande zu lange keine Sicherheitsvorkehrungen gegen Sabotage-Angriffe getroffen worden seien, sagte Neumann.

Nach dem Sabotage-Akt am Samstag mehren sich die Forderungen nach einem besseren Schutz der Infrastruktur. Vertreter der Ampel-Parteien sowie der CDU forderten dies am Wochenende als Konsequenz der Vorfälle. Die Bahn hatte am Samstagvormittag den gesamten Fernverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein und große Teile des Regionalverkehrs für rund drei Stunden eingestellt. Auch private Bahnunternehmen waren betroffen.

„Staatlich gesteuerte Sabotage“ auf Bahn denkbar: Staatsschutz sieht „politisch motivierte Tat“

Update vom 10. Oktober, 11.40 Uhr: Wie ein Polizeisprecher der dpa am Montagmorgen (10. Oktober) mitteilte, geht der Staatsschutz in Bochum im Fall der Bahn-Sabotage vom Wochenende von einer „politisch motivierten Tat“ aus. „Wir haben eine größere Ermittlungsgruppe beim Staatsschutz gebildet, die mit Hochdruck daran arbeitet, die Hintergründe der Tat zu klären.“

Die Kabelschäden waren m Bereich des Bahnhofs in Herne entstanden, der genaue Tatort wurde aus ermittlungstaktischen Gründen allerdings nicht preisgegeben „Es gibt jetzt sowieso nichts mehr zu sehen, da die Schäden behoben wurden“, so der Polizeisprecher. Da auch Berlin ein Sabotage-Ort war, stehen die Ermittler aus dem Ruhrgebiet in engem Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen des Landeskriminalamts in der Hauptstadt. Auch dort ermittelt der Staatsschutz.

Fernverkehrsvorstand Peterson lobt Mitarbeiter: Notfallkonzept habe „optimal gegriffen“

Update vom 10. Oktober, 10.25 Uhr: Aus Sicht der Deutschen Bahn haben die Notfallkonzepte des Konzerns „optimal gegriffen“, als es zum Sabotageakt kam. „Unsere Teams haben den Funkverkehr bereits drei Stunden nach dem Ausfall wieder hergestellt“, lobte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson am Montag (10. Oktober) in Berlin, „Das ist wirklich sehr, sehr gut und ihnen gebührt ein großes Dankeschön dafür.“ Bereits am Vormittag hätten die Züge wieder fahren können. Die Auswirkungen in Form von Verspätungen und Ausfällen waren im gesamten Fernverkehrsnetz allerdings noch deutlich länger zu spüren.

Sabotage sorgt für Bahn-Chaos: Experte erklärt, was Russlands Plan sein könnte

Update vom 10. Oktober 2022, 7.10 Uhr: Die genauen Hintergründe des Bahn-Chaos am Samstag sind noch immer unklar, die Ermittlungen nach der folgenreichen Sabotage gehen weiter. Ein politischer Hintergrund ist zwar einer Sprecherin der Berliner Polizei zufolge nicht auszuschließen. Allerdings werde in alle Richtungen ermittelt. Bereits am Sonntag hatte die Bild aus einem BKA-Papier zitiert. Demnach halte das Bundeskriminalamt auch staatliche Sabotage für denkbar (siehe Update vom Sonntag, 9. Oktober, 13 Uhr).

Der Sicherheitsexperte Peter Neumann hält einen Angriff Russlands auf die kritische Infrastruktur in Deutschland für möglich. „Russland hat schon ein Interesse daran, in Europa Panik zu verursachen und zu signalisieren, dass es ganz heftig das Leben lahmlegen kann“, sagte der Wissenschaftler dem Sender RTL. Es benötige erhebliches Wissen, um diese Knotenpunkte anzugreifen. Allerdings gebe es natürlich keine eindeutigen Beweise. „Momentan ist es noch eine Theorie.“

In der SPD gibt es einem Bericht zufolge Überlegungen, der Bundespolizei mehr Befugnisse zu verschaffen. „Die Bedrohungslage ist hoch. Dies haben die Sabotageakte auf unsere Infrastruktur nochmal sehr deutlich gemacht“, sagte Fraktionsvize Dirk Wiese der Rheinischen Post. Wichtig sei daher, „dass unsere Sicherheitsbehörden die erforderlichen Ermittlungsbefugnisse zur Verfügung haben. Insbesondere müssen wir jetzt sehr schnell ein modernes Bundespolizeigesetz im Bundestag auf den Weg bringen.“ Die letzte Reform sei aus dem Jahre 1994, seitdem habe sich viel geändert. 2021 scheiterte eine Reform des Bundespolizeigesetzes im Bundesrat.

Nach Sabotage auf Deutsche Bahn: Das ist bislang bekannt

Update vom 9. Oktober, 22.47 Uhr: Nach der Sabotage bei der Bahn laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. An zwei unterschiedlichen Stellen in Deutschland haben bisher Unbekannte wichtige Kabel durchtrennt. Die Folge: Stundenlang standen im Norden Deutschlands die Züge am Samstag still. Wer steckt dahinter? Das ist zu den Hintergründen, Täter und Motiv der Bahn-Sabotage bisher bekannt.

Update vom 9. Oktober, 18.36 Uhr: Ein selbstgebauter Sprengsatz ist an einem Bahnhof in der Nähe von Erfurt (Thüringen) gefunden worden. Ein Zeuge habe einen verdächtigen Gegenstand neben dem Bahnsteig am Bahnhof Straußfurt entdeckt und die Polizei alarmiert, teilte die Polizeiinspektion Sömmerda am Nachmittag mit. Der Bereich des Bahnhofs wurde weiträumig gesperret. Der Sprengkörper wurde laut Polizei gesichert und abtransportiert. Hintergründe sind zunächst noch unklar.

Nach Sabotageakt auf Deutsche Bahn: Bundeswehr-General Breuer warnt vor weiteren Anschlägen

Update vom 9. Oktober, 17 Uhr: Bundeswehr-General Carsten Breuer hat vor weiteren Anschlägen auf die kritische Infrastruktur in Deutschland gewarnt. „Jede Umspannstation, jedes Kraftwerk, jede Pipeline“ könne angegriffen werden und ein mögliches Ziel sein, sagte der Befehlshaber des neuen territorialen Führungskommandos der Bundeswehr der Bild am Sonntag.

„Wir stellen uns hier im Kommando vor allem auf hybride Bedrohungen ein“, sagte Breuer weiter. Dazu zählte er insbesondere „Einflussnahmen, mit Anschlägen auf Infrastruktur und mit Cyberangriffen, oder zum Beispiel Aufklärungsflüge mit Drohnen über Kasernen“. Die Sicherheitsbehörden müssten sich auf diese Bedrohungslage einstellen und im Blick behalten, „was die wahrscheinlichsten Szenarien sind“.

„Das ist der Zustand zwischen nicht mehr ganz Frieden, aber auch noch nicht richtig Krieg“, sagte Breuer in der Bild am Sonntag. Aus der SPD kam Widerspruch zu dieser Lage-Einschätzung, berichtete die Nachrichtenagentur afp.

Breuer forderte die Bürger auf, ihr Verhalten zu ändern. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe gezeigt, dass Krieg in Europa wieder möglich sei. Darauf müsse sich jeder mental einstellen. Auch riet er zur Anpassung der Vorratshaltung im Haushalt und zur Anschaffung einer Taschenlampe und genügend Batterien.

Im Ernstfall könne sich Deutschland aber verteidigen, sagte Breuer weiter. „Militärisch haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Den Einflussnahmen, denen wir derzeit ausgesetzt sind, können wir jedenfalls sehr viel entgegensetzen.“ Zugleich warnte er davor, die nuklearen Drohungen aus Russland zu unterschätzen. „Unsere Lebensweise, unsere Werte, unsere gesamte Gesellschaft“ seien bedroht.

„Die Analyse von Carsten Breuer teile ich nicht“, sagte hingegen die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dorothee Martin. „Natürlich ist die Lage ernst.“ Sie verwies etwa auf die Sabotage bei der Bahn, die am Samstag den Zugverkehr in weiten Teilen Nordeutschlands lahmgelegt hatte. „Das ist aber kein Grund zur Panikmache, denn selbstverständlich sind wir im Friedenszustand in Deutschland.“

Nach Bahn-Chaos in Deutschland: Insiderwissen über Bahn laut Sicherheitskreisen nötig

Update vom 9. Oktober, 15.15 Uhr: Der Staatsschutz ermittelt nach dem Bahn-Chaos am Samstag. Doch zu Motiv oder zu möglichen Tätern gibt es zunächst keine offiziellen Informationen. Es scheint jedoch sicher, dass es ein gezielter Angriff war. Die Bild berichtete am Sonntag, das Bundeskriminalamt (BKA) halte in einer internen Einschätzung eine Sabotage für denkbar (siehe auch Update vom 9. Oktober, 13 Uhr). Demnach setze die Aktion auch „das Abfließen sensibler Informationen über das Streckennetz der Deutschen Bahn AG“ voraus. Das BKA und das Bundesinnenministerium kommentierten den Bild-Bericht auf Nachfrage nicht.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, es seien in Berlin und in Herne in NRW vorsätzlich sogenannte Lichtwellenleiterkabel beschädigt worden. Auch das Backup-System sei damit ausgefallen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Nach Einschätzungen aus Sicherheitskreisen setzt das Vorgehen Insiderwissen über die Bahn voraus. Als Indiz gegen Täter aus der linksextremistischen Szene, denen in der Vergangenheit Anschläge gegen die Bahn zugeschrieben wurden, gilt, dass bislang kein Bekennerschreiben aufgetaucht ist.

Sabotage bei der Bahn – Sicherheitsexperte Neumann: „Russland hat schon ein Interesse daran, in Europa Panik zu verursachen“

Sicherheitsexperte Peter Neumann hält einen Angriff Russlands auf die kritische Infrastruktur in Deutschland für denkbar. „Russland hat schon ein Interesse daran, in Europa Panik zu verursachen und zu signalisieren, dass es ganz heftig das Leben lahmlegen kann“, sagte der Forscher dem TV-Sender RTL. Es benötige erhebliches Wissen, um diese Knotenpunkte anzugreifen. „Es waren wahrscheinlich nicht Amateure oder Einzeltäter, sondern es war etwas, das von Profis durchgeführt wurde.“

Neumann gibt jedoch zu Bedenken: „Es gibt aber natürlich keine eindeutigen Beweise. Deswegen muss man schon vorsichtig sein. Momentan ist es noch eine Theorie.“

„Staatlich gesteuerte Sabotage“ denkbar: Pikantes BKA-Papier zum Bahn-Chaos offenbar enthüllt

Update vom 9. Oktober, 13 Uhr: Nach dem folgenschweren Bahn-Chaos am Samstag hat der Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen. Am Samstag hatten Unbekannte wichtige Kommunikationskabel der Deutschen Bahn in Berlin-Hohenschönhausen und auch in Nordrhein-Westfalen zerstört und so für Chaos gesorgt. „Der Staatsschutz des LKA hat die Ermittlungen übernommen“, sagte nun eine Sprecherin der Berliner Polizei am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei zwar nicht auszuschließen, dass es einen politischen Hintergrund gebe, ermittelt werde aber in alle Richtungen, so die Sprecherin. Mit Ergebnissen sei am Sonntag nicht mehr zu rechnen. Doch wie die Bild berichtet, soll das BKA zumindest eine staatlich gesteuerte Sabotage bislang nicht ausschließen wollen. So zitiert das Portal aus einem BKA-Papier, das Bild vorliegen soll: „Im Zusammenhang mit den räumlich weit auseinanderliegenden Tatorten (Herne/NRW und Berlin/BE) sowie der zeitlichen Nähe zu den Leckagen an den Gaspipelines Nordstream 1 und 2 wäre eine staatlich gesteuerte Sabotage zumindest denkbar.“

Demnach unterlägen „kritische Infrastruktureinrichtungen“ und insbesondere „der Sektor Transport mit dem Schienenverkehr einer abstrakten Gefährdung, Ziel von Angriffe und Sabotageaktionen zu werden“. In dem BKA-Papier werde jedoch auch eine Sabotage durch Linksextremisten nicht gänzlich ausgeschlossen. „Darüber hinaus wäre eine Urheberschaft aus dem Bereich der politisch motivierten Kriminalität ebenfalls vorstellbar. Die Deutsche Bahn steht u.a. für den Transport fossiler Energiestoffe im Fokus der linken Szene. Regelmäßig versuchen Akteure den Bahnverkehr zu stören ...“

Nach Bahn-Chaos: Suche nach Tätern läuft

Update vom 9. Oktober, 10.40 Uhr: Stundenlanges Chaos hatte eine Störung bei der Deutschen Bahn am Samstag verursacht. Noch im Laufe des Tages hatte sich der Verdacht erhärtet: Das Bahn-Chaos ist vermutlich auf Sabotage zurückzuführen. Unbekannte hatten wichtige Kommunikationskabel zerstört. Nun sucht die Polizei nach den Tätern. Ermittlungen würden dabei in alle Richtungen geführt, erklärte die Bundespolizei. Am Abend wurden die Ermittlungen dann an das Landeskriminalamt in Berlin übergeben, wie Sprecher der Bundespolizei und des Berliner Lagezentrums am frühen Sonntagmorgen bestätigten.

„Wir haben einen Tatort in Berlin-Hohenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin der Deutschen Presse-Agentur. „Ein weiterer befindet sich in Nordrhein-Westfalen.“ Aus Sicherheitskreisen hieß es, es seien am Karower Kreuz in Berlin und in Herne in NRW vorsätzlich sogenannte Lichtwellenleiterkabel beschädigt worden. Auch das Backup-System sei damit ausgefallen.

Sabotage bei der Deutschen Bahn: Ein Tatort in Berlin - Weiterer Tatort in NRW

Update vom 8. Oktober, 15.20 Uhr: Nach Angaben der Bundespolizei ist die Störung bei der Bahn am Samstagmorgen auf Fremdeinwirkung zurückzuführen. „Wir haben einen Tatort in Berlin-Höhenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin der dpa. „Ein weiterer befindet sich in Nordrhein-Westfalen.“

Die laufenden Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt. „Aktuell ist von einer zielgerichteten Fremdeinwirkung von außen auf Kabel der Deutschen Bahn auszugehen“, erklärte der Sprecher. Weitere Details könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben werden.

Nach Sabotage bei der Deutschen Bahn: Verkehrsminister Wissing spricht von „mutwilliger Tat“

Update vom 8. Oktober, 14.00 Uhr: Die beschädigten Kabel, die bei der Bahn für eine mehrstündige Störung verantwortlich waren, wurden mutwillig getrennt. Dies sagte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Samstagnachmittag in einem Statement. Es war ein gezieltes und mutwilliges Handeln, so der Minister. Die Hintergründe der Tat seien nicht weiter bekannt, so Wissing. Er betonte das gut Krisenmanagements der Bahn. Über die Täter und über die Hintergründe könne man bislang noch nichts sagen.

Nach der Störung bei der Deutschen Bahn fahren die Züge wieder. Zwei Kabel in Berlin und NRW wurden getrennt, wie die Bundespolizei mitteilte.
Ein ICE steht im Hauptbahnhof Hannover an einem Bahnsteig. © Moritz Frankenberg/dpa

Update vom 8. Oktober, 13.36 Uhr: Der Verdacht auf Sabotage wurde durch die Deutsche Bahn bestätigt. „Aufgrund von Sabotage an Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind, musste die Deutsche Bahn den Zugverkehr im Norden heute Vormittag für knapp drei Stunden einstellen“, sagte eine Sprecherin am Samstag der dpa in Berlin.

Bahnstörung in Norddeutschland: Sabotage möglich - Bundespolizei leitet Ermittlungen ein

Update vom 8. Oktober, 13.00 Uhr: Laut dem Spiegel soll die Störung des Bahnnetzes am Samstagmorgen durch Fremdeinwirkung verursacht worden sein. An zwei Orten wurden zerstörte Kabelverbindungen des internen Kommunikationssystems der Bahn gefunden, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Die Bundespolizei nahm die Ermittlungen auf. Wie Beamte der Ermittlungen dem Spiegel sagten, hätte man für eine Sabotage Informationen über das Netzwerk der Bahn gebraucht. Zurzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Unfall handelt.

Nach Störung in Norddeutschland – Bahn leitet Untersuchungen zur Ursache ein

Update vom 8. Oktober, 11.29 Uhr: Die Deutsche Bahn prüft die Ursachen für den Ausfall des Zugverkehrs am Samstagmorgen. Wie die Bahn der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte, laufen die Untersuchungen - die Ursache sei noch unbekannt.

Das Problem sei auf eine Störung des digitalen Zugfunks GSM-R (Global System for Mobile Communications - Rail) zurückzuführen, wie eine Sprecherin der Bahn erklärte. „Er dient der Kommunikation zwischen den Leitstellen, die den Zugverkehr steuern, und den Zügen und ist damit unverzichtbarer Bestandteil für den reibungslosen Zugverkehr.“

Auch wenn der Bahnbetrieb wieder anlaufe, sei mit weiteren Beeinträchtigungen zu rechnen. Um 10.49 Uhr verließ als Erstes der ICE 509 nach München über Berlin und Erfurt den Hamburger Hauptbahnhof, wie die dpa berichtete. Stark überfüllt und mit einer Verspätung von einer halben Stunde sei er losgefahren.

Deutsche Bahn: Nach Störung läuft der Bahnverkehr wieder an

Update vom 8. Oktober, 11.08 Uhr: Die Störung, die den Zugverkehr in Norddeutschland stilllegte, ist beseitigt. Der Bahnverkehr läuft wieder an, wie die Bahn auf Twitter mitteilte. Um 10.00 Uhr konnten die ersten Nahverkehrszüge vom Hamburger Hauptbahnhof abfahren. Laut Bahn müssen Passagiere bis 11.00 Uhr mit Verspätungen sowie Halt- und Zugausfällen rechnen.

Erstmeldung vom 8. Oktober: Am Samstagmorgen teilte die Bahn mit, dass der Zugverkehr in Norddeutschland eingestellt wird. Die Ursache sei ein technischer Defekt. Die Störung betreffe die Strecke im gesamten Norddeutschen-Raum. Betroffen sind auch Fernverkehrszüge wie ICE sowie IC- und EC-Züge. Kurzfristig kann es zu Zug- und Halteausfällen kommen. Reisende sollten ihre Reiseverbindung vor Antritt der Fahrt prüfen. Wie lange die Störung anhält und der Zugverkehr eingeschränkt bleibt, ist noch unklar.

Deutsche Bahn: Wegen technischem Defekt - Bahnverkehr in Norddeutschland eingestellt

Neben dem Fernverkehr ist derzeit zumindest teilweise auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in Norddeutschland unterbrochen. Wegen „einer technischen Störung an der Strecke“ sei im „Raum Norddeutschland“ aktuell kein Zugverkehr im Nahverkehr der Deutschen Bahn möglich, teilte das Unternehmen in seinem Internetauftritt mit.

Der Zugverkehr in Norddeutschland läuft wieder langsam an. Die Störung wurde behoben.
Mensch am Gleis des Hamburger Hauptbahnhofes. © Bodo Marks/dpa

Neben dem Norddeutschen-Raum sind auch Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen von dem Bahn-Stillstand betroffen. „Es gibt derzeit keine Reisemöglichkeiten mit dem Fernverkehr von/nach Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen in/aus Richtung Kassel-Wilhelmshöhe, Berlin und NRW“, teilte die Bahn auf ihrer Internetseite mit. „Auch der ICE-Verkehr zwischen Berlin, Hannover und NRW ist eingestellt.“

Konkret seien alle Regionalexpress- und Regionalbahn-Verbindungen im Bereich Niedersachsen und Bremen betroffen. Nähere Informationen zu der Störung gab es vorerst nicht. Die Bahn empfahl ihren Reisenden, sich kurz vor geplanten Fahrten über www.bahn.de/reiseauskunft, über die App „DB Navigator“ oder telefonisch unter 030/2970 zu informieren. Auf der Bahn-Website hieß es: „Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.“ (vk/dpa)

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