Verbindung deutsch-dänischer Offshore-Windparks
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Ein 50Hertz-Mitarbeiter bei der Einweihung des deutsch-dänischen hybriden Offshore Interkonnektor, in den deutsche und dänische Offshore-Windparks in der Ostsee integriert werden. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Combined Grid Solution

Neue Stromverbindung in der Ostsee verbindet zwei Windparks

Deutschland und Dänemark können in Zukunft Strom aus ihren Offshore-Windparks in beide Richtungen austauschen. Das weltweit einmalige Projekt heißt Combined Grid Solution (CGS)

Berlin (dpa) - Vertreter aus Politik und Energiewirtschaft haben eine neue Stromverbindung zwischen Dänemark und Deutschland in der Ostsee eröffnet, die zugleich zwei Windparks miteinander verbindet.

Diese sogenannte Combined Grid Solution soll die Kapazitäten für den Stromaustausch zwischen beiden Ländern deutlich erhöhen und den europäischen Strommarkt stärker miteinander verknüpfen. Die neue Leitung dient damit zum einen dem Transport des von Offshore-Windparks produzierten Stroms an Land sowie für den Stromaustausch zwischen Dänemark und Deutschland.

«Das ist etwas, was es zum ersten Mal weltweit gibt und sicherlich nicht zum letzten Mal», sagte der Chef des ostdeutschen Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, Stefan Kapferer, bei einer Feierstunde in Berlin. An der Veranstaltung nahmen unter anderem auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der dänische Energieminister Dan Jørgensen sowie Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) teil.

50Hertz betreibt die neue Netzanbindung gemeinsam mit dem dänischen Übertragungsnetzbetreiber Energinet. Das Projekt kostet laut 50Hertz 300 Millionen Euro und wird zur Hälfte von der EU finanziert. Die andere Hälfte teilen sich demnach Energienet und 50Hertz. Angebunden werden der deutsche Offshore-Windpark Baltic 2 und der im Bau befindliche dänische Windpark Kriegers Fla k- beide liegen lediglich rund 25 Kilometer auseinander.

© dpa-infocom, dpa:201020-99-10522/2

50Hertz zur Combined Grid Solution

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