Blitzer an der A7: Fahrer der Modelle eines deutschen Herstellers kassieren überdurchschnittlich häufig Punkte in Flensburg.
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Blitzer an der A7: Fahrer der Modelle eines deutschen Herstellers kassieren überdurchschnittlich häufig Punkte in Flensburg.

BMW, Audi, VW?

Ranking: Diese Automodelle fahren Raser am liebsten - Ergebnis überrascht

Das Vergleichsportal Verivox hat ausgewertet, die Fahrer welcher Automodelle die meisten Punkte in der Verkehrssünderkartei kassieren. Für eine Marke fällt das Raser-Ranking verheerend aus. 

  • Wer eine Kfz-Versicherung braucht, muss inzwischen häufig seine Punkte aus Flensburg angeben.
  • Das Verbraucherportal Verivox hat Anfragen jetzt anonymisiert ausgewertet.
  • Ein deutscher Hersteller führt das zweifelhafte Ranking mit klarem Abstand an.

Update vom 17. August, 12.21 Uhr:  Wer in Deutschland eine neue Kfz-Versicherung abschließt, muss bei vielen Versicherern auch melden, wie viele Punkte er in der Verkehrssünder-Kartei in Flensburg hat. Von den Angaben erhoffen sich die Anbieter Hinweise auf die Fahrweise des Versicherungsnehmers und damit die Prämieneinstufung.

Das Vergleichsportal Verivox fragt die Punkte bei jeder Anfrage zur Suche nach dem günstigsten Tarif ab. Jetzt hat das Online-Portal die Daten zu den 100 am weitesten verbreiteten Modellen anonymisiert ausgewertet, um zu ermitteln, Fahrer welcher Automodelle besonders viele Punkte in der Verkehrssünderkartei kassieren.

Das Ergebnis der Raser-Statistik fällt unerwartet deutlich aus. Demnach liegen gleich fünf Audi*-Modelle unter den Top10 der größten Raser. Klarer Spitzenreiter ist mit 196 Prozent der Audi A6 Allroad Quattro. Im Durchschnitt kassieren also Fahrer des A6-Modells doppelt so häufig Punkte wie alle Fahrer im Durchschnitt. Dahinter folgt der Audi A5 (66 Prozent) sowie mit dem Skoda Superb ein weiteres Modell aus dem Volkswagen-Konzern. BMW ist mit dem 5er auf Rang 4 sowie dem 3er auf Rang 9 zwei Mal unter den Top10 vertreten.

Die VW-Tochter Audi schafft es mit dem TT, dem A6 und dem Q5 noch weitere drei Mal in die Raser-Spitze. Der schwäbische Premium-Wettbewerber Mercedes-Benz ist lediglich mit der CLK-Klasse in dem Ranking vertreten. Die Top10-Liste ist übrigens fest in deutscher Hand. Mit dem Volvo V70 steht nur ein einziges ausländisches Modell in der Hitliste.

Corona-Krise schon vorbei? VW überrascht komplett - ausgerechnet diese Konzern-Marke fährt allen davon

Erstmeldung vom 14. August, 15.58 Uhr: Der krisengebeutelte Volkswagen-Konzern* liegt bei den Verkäufen im Juli trotz Corona fast wieder auf Vorjahresniveau. Im abgelaufenen Monat lieferte das Unternehmen insgesamt 885.700 Fahrzeuge aus. Das waren gerade mal 0,2 Prozent weniger als vor Jahresfrist, teilte der größte Autobauer der Welt am Freitag mit.

Vor allem in China zogen die Verkäufe deutlich an. Auf seinem wichtigsten Einzelmarkt legte VW um 4,8 Prozent auf knapp 330.000 Fahrzeuge zu. Dies war der vierte monatliche Anstieg in Folge. Auch in anderen Regionen wie Zentral- und Osteuropa (+7,2 Prozent) oder Asien-Pazifik (+6,4 Prozent) zog der Absatz wieder an.

Bei den Marken zeigte sich erneut Porsche als besonders widerstandsfähig. Im Juli verkaufte der Sportwagenbauer aus Stuttgart-Zuffenhausen 17,8 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. Nach den Ende Juli veröffentlichten Quartalszahlen war Porsche im ersten Halbjahr der gewinnstärkste Autobauer in Europa. Neben Porsche schlugen sich auch Audi (+3,8 Prozent) und Skoda (+5,6 Prozent) zuletzt gut.

VW: Auf Jahressicht deutlich im Minus

Auf Jahressicht liegt Volkswagen wegen der Corona-Pandemie jedoch weiterhin deutlich im Minus. Von Januar bis Juli haben die Wolfsburger weltweit insgesamt 4,78 Millionen Autos abgesetzt und damit gut ein Viertel weniger als vor einem Jahr. In den deutschen VW-Werken laufen die Bänder nach der dreiwöchigen Sommerpause am Montag wieder an.

Wegen der Covid-19-Pandemie mussten im Frühjahr fast alle Autobauer ihre Produktion einstellen. Viele Autohäuser waren geschlossen.

Im laufenden Jahr steuert der globale Automarkt daher auf einen schweren Rückschlag zu. Weltweit dürften die Absatzzahlen 2020 um 15 bis 25 Prozent einbrechen, erwartet etwa Frank Schwope, Autoanalyst bei der NordLB in Hannover. Für Volkswagen geht der Autoexperte von einem Minus zwischen 13,6 bis 18 Prozent auf 9 bis 9,5 Millionen Fahrzeuge aus. Damit würde der Konzern „auf das Niveau des Jahres 2012 zurückfallen“, schreibt Schwope in einem am Freitag veröffentlichten Report.

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