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Drei Haushaltsbereiche, in denen Sie mit wenig Aufwand viel Energie sparen

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Von: Franziska Kaindl

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Energiesparen ist das Gebot der Stunde – auch in Privathaushalten. Was zunächst nach einer großen Lebensumstellung klingt, lässt sich relativ leicht umsetzen.

Seit Wochen und Monaten schießen die Energiepreise in Deutschland in die Höhe, eine Besserung ist erst einmal nicht in Sicht. Um den stark gestiegenen Preisen für Strom, Öl oder Erdgas entgegenzuwirken, ist das beste Mittel, den eigenen Verbrauch einzuschränken. Die gute Nachricht: Um das zu erreichen, genügen oft schon kleine Anpassungen im Alltag. Wir haben einige Spartipps für Sie gesammelt.

1. Energiesparen beim Kochen

Sie lassen die erhitzte Luft immer aus dem Topf wabern? Das ist eine schlechte Idee für Ihre Energiebilanz. Denn wer mit dem Deckel kocht, reduziert laut Bundesregierung seinen Stromverbrauch um fast zwei Drittel. Ein Elektroherd kann zudem früher ausgeschaltet werden, um die Restwärme zu nutzen. Auch beim Backen können Sie rund acht Prozent Strom sparen, wenn Sie auf das Vorheizen verzichten und rund 15 Prozent, wenn Sie bei Umluft backen.

Eine Gemüsesuppe köchelt im Topf vor sich hin.
Schon kleine Anpassungen im Alltag helfen dabei, den Energieverbrauch im Haushalt enorm einzusparen – zum Beispiel beim Kochen. © Peter Schatz/Imago

Zum Kochen ist viel heißes Wasser nötig, doch das müssen Sie nicht unbedingt im Kochtopf erhitzen: Wenn Sie stattdessen einen Wasserkocher nutzen, wird das Wasser nicht nur schneller, sondern auch energiesparender heiß. Wichtig ist laut Utopia allerdings, dass Sie die richtige Menge abkochen: Denn bei jeweils einem nicht verwendeten Liter pro Tag kommen Sie auf einen CO₂-Ausstoß von rund 25 Kilogramm im Jahr. Rund zehn Euro sparen Sie im Jahr, wenn Sie nur so viel abkochen, wie Sie wirklich benötigen.

2. Warmwasser richtig dosieren

14 Prozent des Energieverbrauchs gehen laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online auf Kosten der Bereitstellung von Warmwasser fürs Duschen, Baden oder Spülen. „Der typische Verbrauch liegt zwischen 500 und 1.000 Kilowattstunden pro Person und Jahr“, sagt Martin Brandis vom Energieteam des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Allein diese große Differenz macht schon deutlich, wie viel eingespart werden könnte.“

Aber wie spart man hier am besten? Ganz einfach: Sie lassen das Wasser kürzer laufen. Das klingt zwar banal, ist jedoch wirksam und leicht umzusetzen. Denn im Gegensatz zur Wärmeerzeugung macht es bei der Warmwasserbereitung keinen großen Unterschied, ob man die Betriebstemperatur absenkt, wie Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima erklärt – und ist aus hygienischen Gründen auch nicht unbedingt sinnvoll. Daher sollten Sie hier Energie einsparen, indem Sie kürzer duschen oder das Wasser beim Zähneputzen nicht unnötig lang laufen lassen.

Weiterhin lässt sich der Energieverbrauch um 30 Prozent laut Bundesregierung senken, indem Sie wassersparende Duschköpfe und Armaturen einsetzen sowie die Hände mit kaltem Wasser und Seife waschen.

3. Stromverbrauch bei Elektrogeräten reduzieren

Rund die Hälfte des Stromverbrauchs im Haushalt ist auf große Haushaltsgeräte zurückzuführen. Besonders alte Kühlgeräte, Fernseher oder Computer verbrauchen unnötig Energie – daher kann es sich lohnen, neue energieeffiziente Geräte anzuschaffen. Hier sollten Sie auf das EU-Energielabel achten. Zwar ist der Anschaffungspreis erst einmal hoch, doch ein energieeffizienter Kühlschrank kann laut BUND Naturschutz schon nach 15 Jahren bis zu 550 Euro Stromkosten sparen. Trotzdem rät der Umweltschutzverband dazu, Elektrogeräte erst dann zu ersetzen, wenn die alten wirklich ausgedient haben – um Elektroschrott zu sparen.

Aber auch ohne sich neue Geräte anzuschaffen, lässt sich viel Strom sparen: Zum Beispiel, indem Sie Ihren Geschirrspüler und die Waschmaschine im Eco-Programm laufen lassen oder beide erst dann einschalten, wenn sie voll beladen sind – und nicht nur zur Hälfte. Vorspülen ist ebenfalls nicht nötig, ein einfaches Entfernen von groben Speiseresten auf schmutzigem Geschirr ist völlig ausreichend. Zudem muss der Kühlschrank nicht zu kalt eingestellt werden – circa 7 Grad sind optimal. Beim Wäschetrocknen sollten Sie, wenn möglich, auf den Wäschetrockner verzichten und die Kleidung im Sommer draußen aufhängen.

Und zu guter Letzt sparen Sie auch bei Elektrogeräten wie Spielekonsolen oder Fernseher Strom, indem Sie den Standby-Modus ausschalten. Laut co2online macht dieser in einem 3-Personen-Haushalt durchschnittlich acht Prozent der Stromrechnung aus – völlig unnötig. Eine kleine Ersparnis gibt es außerdem, wenn Sie Ihre Ladekabel von der Steckdose entfernen, wenn gerade kein Endgerät angeschlossen ist – denn auch das sorgt für etwa 20 Cent Mehrkosten im Jahr.

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