Vogelhaus im Winter
+
Stellen Sie im Dezember für heimische Vogelarten Futterstellen im Garten auf.

Der Winter naht

Gartenarbeit im Dezember: Das müssen Sie jetzt tun

  • Janine Napirca
    VonJanine Napirca
    schließen

Winterzeit ist Ruhezeit. Zumindest für einige Pflanzen. Aber nicht für Sie, wenn Sie einen Garten haben. Was es zu tun gibt, erfahren Sie in der Übersicht.

Auch im Dezember gibt es im Garten so einiges zu tun. Die Gartenarbeit erstreckt sich dabei vom Obst- und Gemüsegarten über Ziergärten bis hin zum Gewächshaus. Auch Schädlingsbekämpfung und Zimmerpflanzen sind im Dezember Thema.

Allgemeines: Das ist auch im Dezember im Garten zu tun

Auch im Dezember benötigen Ihre Pflanzen Wasser. Besonders immergrüne Pflanzen wie Buchs*, Rhododendron und Eibe müssen, solange es trocken und noch nicht gefroren ist, gegossen werden. Außerdem sollten Sie die Wurzeln mit zerkleinerten Zweigen, Blättern oder Bioabfällen mulchen. Ziersträucher sollten ebenfalls jetzt zurückgeschnitten werden. Ältere, kahle Hecken können Sie gerne stark kürzen, damit sich im Frühjahr neue Triebe bilden.

Lesen Sie auch: So erstrahlt Ihre Agapanthus auch nächstes Jahr in voller Blütenpracht.

Wenn Sie möchten, können Sie – zumindest, solange der Boden noch nicht gefroren ist – Gehölze im Garten pflanzen oder umpflanzen. Sträucher und Obstbäumen müssen vor dem Austrocknen geschützt werden, darum sollten Sie diese nach der Anpflanzung ausreichend wässern und die Wurzeln anschließend mit speziellen Schutzmatten abdecken. Das schützt die Bäume und Sträucher vor der Kälte. Die Baumrinde pflegen Sie am besten, wenn Sie nach Schädlingen und deren Puppen und Eier Ausschau halten, diese entfernen (aber Achtung: sie sollten nicht in den Boden gelangen) ebenso wie lose Borke.

Schützen Sie Ihre Kübelpflanzen vor der Kälte und packen Sie sie warm ein. Viel Schnee ist zu schwer – schütteln Sie ihn ab.

Gartengeräte sollten über den Winter richtig eingelagert werden. Zudem können Sie für heimische Vogelarten Futterstellen aufstellen. Schützen Sie Ihre Kübelpflanzen vor der Kälte des Winters und packen Sie sie in wärmedämmenden Vlies, Folie oder Sackleinen. Zu viel Schneelast ist ebenfalls nicht ratsam für die Pflanzen und Bäume in Ihrem Garten und sollte abgeschüttelt werden. Wenn Sie einen Teich besitzen, sollten Sie diesen ebenfalls winterfest machen.

Auch interessant: Christusdorn: Die wichtigsten Pflegetipps.

Diese Gartenarbeit ist im Dezember auf Ihrem Balkon und Ihrer Terrasse zu tun

Um Frostschäden zu vermeiden, sollten Sie für Ihre Kübelpflanzen auf dem Balkon und der Terrasse Drainagen anlegen. Topfpflanzen können Sie in mit Stroh gefütterte Kokos-, Bastmatten oder Jutesäcke einpacken. Das hält die Pflanzen zum einen warm, zum anderen macht es optisch richtig was her. Entfernen Sie zudem vertrocknete, abgestorbene Pflanzenteile und achten Sie auf eine angemessene Bewässerung. Staunässe sollte unbedingt vermieden, da die Wurzeln sonst faulen.

Obst- und Gemüsegarten richtig pflegen im Dezember

Grünkohl, Rosenkohl, Lauch, Topinambur und Schwarzwurzeln können Sie nach Bedarf ernten, Wurzelgemüse allerdings nur, solange es nicht gefriert. Feldsalat, Chicorée, Spinat sowie Rosenkohl und Lauch können Sie zum Überwintern mit Vlies oder Reisig abdecken. Rote Beete, Möhren und Knollensellerie müssen vor dem Frost geerntet und am besten im Keller in einer Kiste mit feuchtem Sand bei Temperaturen zwischen zwei und vier Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent gelagert werden. Eingelagertes Gemüse und Obst muss regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem ist der Dezember die ideale Zeit, um Ihre Obstbäume zu schneiden. Entfernen Sie sich kreuzende Äste und nach innen wachsende Zweige. Größere Schnitte sollten Sie mit Wundverschlussmittel verschließen.

Lesen Sie auch: Gift im eigenen Garten: Vorsicht vor diesen todbringenden Pflanzen!

Darauf sollten Sie im Dezember bei Ihrem Ziergarten achten

Auch im Dezember muss im Garten Unkraut gejätet und Laub aufgesammelt werden.

In Ihrem Ziergarten sollten Sie im Dezember Unkraut jäten, Laub aufsammeln, den Boden zwischen den Pflanzen behutsam auflockern und feinen Kies verteilen. Frostempfindliche Knollen wie Dahlien, Begonien und Gladiolen sollten Sie ausgraben, die Stängel zehn Zentimeter über der Knolle abschneiden und die Knollen trocknen. Rosentriebe müssen mit Nadelholzreisig oder Vlies abgedeckt werden, Beetrosen mit Fichtenreisig. Häufeln Sie zudem im Rosenbeet Kompost, Laub und Erde an. Um Ziergehölze zu verjüngen, können Sie ihm einen Winterschnitt verpassen. Dann werden Sie im Frühjahr mit kompaktem Wuchs und dichter Blüte belohnt.

Das ist im Gewächshaus im Dezember zu erledigen

Sie besitzen ein beheiztes oder unbeheiztes Gewächshaus? Dann gibt es im Dezember unterschiedliche Dinge zu beachten. In unbeheizten Glashäusern können Sie noch Feldsalat ernten, gelegentlich lüften und welke Pflanzenteile entfernen. Außerdem kann frostgefährdetes Wintergemüse im unbeheizten Gewächshaus eingeschlagen und Frühjahrsgemüse wie Kohlrabi, Frühjahrssalate und Radieschen eventuell unter günstigen Bedingungen schon Ende des Monats gesät werden. Aber gießen Sie sparsam.

Für Orchideen im Gewächshaus ist der Dezember die schönste Zeit.

Wenn Sie ein beheiztes Gewächshaus haben, sollten Sie mit der Aussaat des Frühjahresgemüses noch etwas warten. Ebenfalls in beheizten Gewächshäusern befindlich sind Orchideen. Der Dezember ist für Orchideenliebhaber mit beheiztem Gewächshaus die schönste Zeit, denn die Blüten erstrahlen in voller Pracht. Eine zusätzliche Beleuchtung ist vor allem für Jungpflanzen und Orchideen mit Blütenansätzen erforderlich. Während die meisten Orchideenarten mit einer Temperatur von 15 bis 17 Grad Celsius auskommen, benötigen Bromelien zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Kakteen sollten Sie hingegen kühl und trocken halten.

Auch interessant: Titanenwurz: Lässt sich die Pflanze im Garten anbauen?

Schädlingsbekämpfung in Ihrem Garten im Dezember

Im Dezember aktive Schädlinge sind beispielsweise Frostspanner. Sie erkennen die männlichen Frostspanner an den graubraunen Flügeln mit dunklen wellenförmigen Linien, weibliche Frostspanner sind dunkelbraun und gelbgrau gesprenkelt. Wenn Sie Wellpappmanschetten auf versteckte Weibchen kontrollieren, können Sie eine Befruchtung verhindern. Weitere Plagegeister sind Wühlmäuse. Legen Sie Thujazweige oder Nussbaumblätter auf die Wühlmausgänge oder locken Sie die Mäuse mit einem Topinambur von Ihrem Gemüse weg. Von Kragenfäule befallene Rinde an Apfel- und Birnbäumen müssen Sie abschneiden und die betroffenen Stellen anschließend mit Wundpflege behandeln.

Was der Dezember für Ihre Zimmerpflanzen bedeutet

Im Dezember blühen in vielen Wohnungen vor allem Weihnachtssterne und Amaryllis. Achten Sie auf die richtige Pflege dieser weihnachtlichen Pflanzen. Auch Ihre Zimmerpflanzen benötigen im Dezember Zuwendung. Wichtig, um braune Spitzen an den Blättern Ihrer Zimmerpflanzen zu vermeiden, ist die richtige Bewässerung. Grünlilien, Palmen und Drachenbäume dürfen nicht komplett austrocknen, besprühen Sie sie darum regelmäßig mit kalkarmem Wasser. Bei Aloe, Dickblatt und Haworthie sollten Sie Staunässe unbedingt vermeiden. Zyperngras und Papyrus sollten hingegen ständig in abgekochtem Wasser stehen. Kontrollieren Sie Ihre Zimmerpflanzen zudem auf Schädlingsbefall. Tulpen, Narzissen, Muscari und Hyazinthen blühen bei einer niedrigeren Raumtemperatur länger. (jn) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.