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Große Unterschiede bei Müllgebühren

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Die Müllgebühren sind in den letzten Jahren in fast allen deutschen Städten gestiegen. Dennoch gibt es gravierende Unterschiede. © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Egal ob Biotonne oder gelber Sack - wie viel Abfallgebühren ein Haushalt zahlen muss, hängt stark vom Wohnort ab. Darauf weist der Eigentümerverband Haus und Grund hin. Er fordert von den Städten und Kommunen mehr Bemühungen, um die Kosten zu senken.

Berlin - Die Müllgebühren in den deutschen Großstädten klaffen einer Studie zufolge teils deutlich auseinander. Besonders teuer sei es in Leverkusen, Trier und Bergisch Gladbach - besonders günstig in Nürnberg, Flensburg und Wolfsburg.

Im Durchschnitt seien die Abfallgebühren der 100 größten deutschen Städte seit der letzten Untersuchung vor drei Jahren um acht Prozent auf 312 Euro gestiegen, ermittelte das Institut der deutschen Wirtschaft für den Eigentümerverband Haus und Grund.

Es gebe beim Vergleich der Städte keine grundsätzlichen Muster wie Einwohnerzahl, Einwohnerdichte oder Haushaltslage als Gründe für hohe oder niedrige Abfallgebühren, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. „Am Ende liegt es an individuellen Gegebenheiten wie falsch dimensionierten Müllverbrennungsanlagen, weniger effizienten Services oder einer fehlenden ambitionierteren Politik, die die Müllgebühren in die Höhe treiben.“ Er forderte: „Jede Stadt muss ihre Hausaufgaben ordentlich erledigen, damit die Nebenkosten für die Menschen bezahlbar bleiben.“

Grundlage für den Vergleich ist eine Musterfamilie aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern in einem Einfamilienhaus ohne eigenen Kompost. Unterschiede beim Angebot - etwa beim Abholrhythmus - flossen zusammen mit dem Preis in einen Index ein, um die Städte vergleichbar zu machen. Der Verband kommunaler Unternehmen, der die öffentlichen Entsorgungsbetriebe in Deutschland vertritt, bezweifelte die Aussagekraft der Studie. Die Bedingungen für die Abfallbeseitigung und das Leistungsangebot der Kommunen seien von Stadt zu Stadt so unterschiedlich, dass ein pauschaler Vergleich nicht sinnvoll sei. dpa

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