Grünkohl bietet zahlreiche Nährstoffe und ist relativ pflegeleicht.
+
Grünkohl bietet zahlreiche Nährstoffe und ist relativ pflegeleicht.

Nährstoffreich

Gesundes Gemüse ganz einfach im Garten anbauen: So pflanzen Sie Grünkohl

Sie haben Lust auf ein gesundes, nährstoffreiches Gemüse im Garten? Dann sollten Sie es mit dem Grünkohl versuchen. Der Blattkohl ist perfekt für die Wintermonate.

  • Der Grünkohl ist äußerst gesund und nährstoffreich.
  • Im Garten lässt er sich pflegeleicht anbauen.
  • Was Sie zur Pflanzzeit, Pflege und Ernte wissen müssen, erfahren Sie hier.

Das Frühjahr ist im Anmarsch und Hobbygärtner müssen sich langsam wieder an die Arbeit machen. Ab März werden die ersten Gemüsesorten herangezogen oder angepflanzt - ein gute Planung ist also das A und O. Auch der Grünkohl soll bei diesen Überlegungen nicht außen vor gelassen werden. Schließlich ist das Kohlgemüse aufgrund seiner Nährstoffzusammensetzung sehr gesund: Von Ballaststoffen über Proteine und zahlreichen Vitaminen bietet der Grünkohl ein breites Spektrum. Auch an Mineralstoffen wie Eisen, Kalium oder Kalzium mangelt es dem Kohlgemüse nicht. Darum hat der Grünkohl einen Platz in Ihrem heimischen Garten verdient. Aber wie genau muss man ihn pflanzen und pflegen?

Wann ist der perfekte Zeitpunkt, um Grünkohl zu pflanzen?

Wenn Sie die Anzucht des Grünkohls selbst vornehmen möchten, ist Mitte Mai der perfekte Zeitpunkt dafür. Grünkohlsorten wie die "Ostfriesische Palme" brauchen aber mehr Zeit, um sich zu entwickeln, darum werden diese schon ab Mitte April ausgesät. Falls Sie vorgezogene Setzlinge kaufen oder bestellen, werden diese Mitte Juli angepflanzt.

Grünkohl pflanzen: Das ist der richtige Standort

Was den Standort betrifft, erhebt der Grünkohl keine hohen Ansprüche. Am besten gedeiht er auf humus- und nährstoffreichen und kalkhaltigen Böden, wo er viel Sonne abbekommt, und die ein gutes Wasserhaltevermögen haben. Der Boden sollte neutrale bis alkalische Verhältnisse, also einen Wert von 6 bis 8 vorweisen. Auf diese Weise schützen Sie Ihren Grünkohl vor der Kohlhernie, einer Stängelkrankheit, die Kreuzblütler befällt. Um die Infektion zu vermeiden, sollte mindestens vier Jahre lang kein Kreuzblütler auf dem betroffenen Boden gewachsen sein.

Auch auf die richtige Mischkultur* sollten Sie achten: Während sich Grünkohl hervorragend mit Rote Bete, Salat, Bohnen, Erbsen, Tomaten*, Gurken* oder Sellerie versteht, sollten Sie andere Kreuzblütler, Erdbeeren und Zwiebeln von ihm fernhalten.

Ebenfalls spannend: Das müssen Sie über das Pflanzen von Zucchini wissen - und es gelingt garantiert.

So ziehen Sie Grünkohl im Garten vor

Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind - also ab Mitte Mai -, dürfen die Samen draußen im Frühbeet gepflanzt werden. Auch das Gewächshaus, Anzuchtkisten im Freiland oder eine Anzucht auf der Fensterbank in Eierkartons sind möglich. Dazu stecken Sie die einzelnen Samen im Abstand von 40 Zentimetern zwei Zentimeter tief in den Boden und decken sie mit Erde ab. Anschließend bewässern Sie die Samen gut und halten den Boden immer leicht feucht.

Anleitung zum Pflanzen von Grünkohl

Ab Mitte Juni oder wenn die Pflanzen zwischen fünf und zehn Zentimetern groß sind, dürfen die Jungpflanzen in das eigentliche Beet gepflanzt werden. Hier müssen Sie mindestens einen Abstand von 40x50 Zentimetern halten, damit die ausgewachsenen Pflanzen später genügend Platz haben. Wenn Sie den Grünkohl in Eierkartons angepflanzt haben, können Sie diesen auch gleich mit einpflanzen. So vermeiden Sie es, die feinen Wurzelverflechtungen der Jungpflanzen zu beschädigen. Der späteste Termin zum Pflanzen ist Mitte Juli - bis dahin sollte der Grünkohl seinen Weg ins Beet gefunden haben.

Pflege: Womit dünge ich Grünkohl?

Ist der Grünkohl erst einmal gepflanzt, sollte das Kohlgemüse auch gut gepflegt werden. Das bedeutet: Sie sorgen für eine ausreichende Bewässerung im Sommer und lockern regelmäßig die Zwischenräume zwischen den Pflanzen auf, um für einen belüfteten Boden zu sorgen. Zudem halten Sie den Boden unkrautfrei und häufeln die Stiele an, damit das Wurzelwachstum gefördert wird. Auch 24Garten.de* berichtet über das Pflanzen, Pflegen und Ernten von Grünkohl.

Damit es dem Grünkohl auch nicht an ausreichend Nährstoffen mangelt, können Sie einen organischen Gemüsedünger einsetzen und optional dem Gießwasser hin und wieder etwas Brennnesseljauche beifügen. 

Auch interessant: Können Kartoffeln auch ohne Erde vorgekeimt werden?

So ernten Sie Grünkohl

Die Haupterntezeit des Grünkohls ist von November bis Januar, bei früheren Sorten auch im Oktober. Dabei empfehlen viele Experten eine Ernte nach dem ersten Frost, damit das Kohlgemüse seinen vollen Geschmack entfalten kann. Tatsächlich stecken aber die niedrigen Temperaturen dahinter: Wenn der Grünkohl längere Zeit in der kühlen Erde verbringt, verlangsamt sich der Stoffwechsel der Pflanze und der Zuckergehalt der Kohlblätter steigt an.

Zur Ernte selbst benötigen Sie lediglich ein scharfes Messer, mit dem Sie die Blätter von außen nach innen ernten und am Absatz abschneiden. Dadurch regen Sie das Wachstum der Pflanze an, sodass von der Mitte aus mehr Blätter entstehen und Sie eine reichere Ernte haben. Auf diese Weise können Sie oft bis in den Winter hinein ihren Grünkohl ernten. Wenn alle Blätter entfernt sind, nehmen Sie den Strunk samt Wurzeln aus der Erde, um Schädlingen und Krankheiten keine Brutstätte für den Winter zu hinterlassen.

Grünkohl richtig aufbewahren

Frische Blätter können Sie drei bis vier Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Wenn Sie den Grünkohl länger haltbar machen wollen, können Sie ihn auch einfrieren: Dazu einfach die Blattkränze von den Stielen trennen und sie für zwei bis drei Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Anschließend werden die Blätter mit kaltem Wasser abgeschreckt und abgetropft. Danach können Sie ihn mindestens ein Jahr lang im Gefrierfach lagern.

Lesen Sie auch: Wegen des milden Winters: Diese Garten-Plage könnte auf Sie zukommen.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

*Merkur.de und 24Garten.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.